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850 Jahre München PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Wignand   
Sonntag, 20. Juli 2008

850 Jahre– und kein bisschen leise!

 

Ein ganz besonderes Wochenende geht zu Ende, unsere geliebte Heimatstadt hat ihren 850. Geburtstag gefeiert. Und von Altersmüdigkeit kann nicht die Rede sein: Hunderttausende haben sich in den letzten zwei Tagen über den Altstadtring geschoben.  Am Isartorplatz entstand hierzu ein kleines mittelalterliches Handwerkerdorf, an dem sich auch die Söldner aus Ubingen rege beteiligten. So waren wir mit Filzerey, Weberey, Drechselwerkstatt und Rüstungsbau voll im Geschehen. Darüber hinaus zogen wir unzählig vielen kleinen und großen Kindern Kettenhemden und Helme an, kämpften mit ihnen, ließen uns in Rüstung fotografieren und klärten jung und alt über das Mittelalter auf…Die Flugzettel, welche wir an Interessierte verteilen waren schneller weg als wir schauen konnten, so groß war der Andrang an unseren Ständen.  

Am Freitagabend haben wir unsere sieben Sachen in Aubing eingeladen und zum Isartor gebracht, wo wir ab 21:00 Uhr aufbauen konnten. Gegen 0:00 Uhr stand dann alles und wir zogen uns für die Nacht zurück. Am nächsten Morgen sollte das Fest offiziell um 14:00 Uhr beginnen, aber die ersten Kinder konnten wir bereits um 12:00 Uhr nicht mehr aufhalten. So hatten wir bis 22:00Uhr steten Anlauf von Jung und Alt und waren ehrlich gesagt froh, als der Tag vorbei war. Am Sonntag ging es ja schließlich schon um 12:00 Uhr weiter.

Wir haben uns wohlweislich schon um 9:00 Uhr getroffen um noch alles wieder herrichten zu können. Auch an diesem Tag ging jedoch der Ansturm bereits zwei Stunden früher los. Um 18:00 war dann Schluss. Der Abbau ließ auch nicht lang auf sich warten und nach weiteren zwei Stunden war unsere Ausrüstung daheim verstaut und wir auf dem Weg zur dringend notwendigen Dusche. Ich für meinen Teil bin müde, erschöpft, aber immer noch hin und weg von den vielen kleinen Kindern, die uns mit breitem Grinsen aus deutlich zu großen Topfhelmen und Kettenhemden angestrahlt haben! Hätten wir für jedes Foto auch nur einen Tropfen Wasser bekommen, ich bin mir sicher wir hätten trockenen Fußes durch die Isar laufen können… 

Ein Wehrmutstropfen ist aber doch dabei: leider hatten wir selber keine Zeit uns selbst mal ausgiebig umzusehen, so dass  einige von uns erst beim Abbau gesehen haben, wer da so alles auf der anderen Seite der Straße sein Handwerk zeigt. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mitgeholfen haben ein unvergessliches Wochenende im Herzen Münchens zu erleben. Besonderer Dank gebührt Wiltrud zu Merseburg und Melisande für die Nachtwache zwischen Straßenkehrfahrzeugen und Betrunkenen, Rowen und Magnuson für ihr schier unendliches Engagement, wenn es darum ging mit Kindern kleine Puppen zu filzen oder Kindern beim Anziehen von Kettenhemden zu helfen. Auch bei unserem Hauptmann Anfortas zu Haderun bedanke ich mich für die Organisation und Abwicklung mit Verein und Veranstalter.

 


Letzte Aktualisierung ( Montag, 21. Juli 2008 )