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Söldnertross nach Freising PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Anfortas zu Haderun   
Samstag, 28. Juni 2008

Alles begann, wie so oft, bei einem gemütlichen Bierchen am Lagerfeuer...Warum nicht mal zu Fuss zum internen Lager marschieren und das Inventar durch Begleitfahrzeuge hinschaffen? Eine mittelalterliche Wanderung, oder gar Pilgerreise? Wie erging es den Truppen auf Kreuzzügen?

Diesen unheilsschwangeren Abend nahm sich Kuonwart zu Herzen und organisierte den ersten Söldnertross der Ubo´s. Dieser sollte uns von Unterföhring durch die Isarauen bis vor die Tore Freisings führen. Die Strecke, 30 km, erschien  uns bis dato noch harmlos...

Am Samstag, den 14.06., trafen wir uns in Unterföhring. Siebzehn Männer und Frauen in mittelalterlicher Gewandung, teilweise sogar voll gerüstet mit Kettenhemd und Schild, zogen los. Anfangs noch gut gelaunt mit weit ausgreifendem Schritt folgten wir dem Flussverlauf. Petrus hat es auch gut mit uns gemeint, es war zwar leicht bewölkt, aber Regen blieb uns erspart.

Nahe Neufahrn wurden wir mittags von Kuonwarts Familie mit köstlicher Brotzeit gestärkt. Nochmal vielen Dank an dieser Stelle!

Frisch gestärkt gingen wir an die zweite Etappe. Die ersten Blasen an den Füssen und Muskelschmerzen in den Beinen machten sich bemerkbar. Mittelalterliches Schuhwerk ist halt doch kein neuzeitlicher Wanderschuh...  Um der Wahrheit die Ehre zu geben sei an dieser Stelle gesagt, dass auf Hälfte der zweiten Etappe zwei Söldner den Mut bewiesen haben, sich vom Begleitfahrzeug abholen zu lassen. Nein, mutig nicht weil Natan so ein schlechter Fahrer ist, sondern weil sie sich als erste eingestanden haben, dass sie ihr Ziel schon erreicht haben. Hut ab vor eurer Leistung!

Tja, und ich wette, so manch anderer beneidete sie um den Luxus. Die letzten Kilometer gestalteten sich zunehmend länger und beschwerlicher. Die Schmerzen waren teilweise in den Gesichtern zu sehen. Doch bissig und zielstrebig erreichten wir nach nur sechs Stunden das Ziel, wo uns die drei mit aufgebautem Grill und kühlem Bier erwarteten.

Für uns alle war es eine echte Herausforderung und Erfahrung, so eine mittelalterliche Wanderung zu machen. Wir hatten sehr viel Spass und werden es mit Sicherheit irgenwann wiederholen, wenn die Blasen verschwunden sind...

Abschließend möchte ich mich nochmal bei Kuonwart für die Organisation, seiner Familie für das Catering und Natan für seine Dienste als Begleitfahrzeug danken!

Vae Victis! 

P.S.: Bilder findet ihr in der Galerie! 

Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 23. Dezember 2008 )